Damit das gleich von Anfang an klar ist, weil ich nicht um den heißen Brei herumreden will: Ich schreibe hier über diese Sache, die im Englischen Friends With Benefits  genannt wird. Es geht also um die Ausweitung einer unromantischen freundschaftlichen Beziehung hin zu einem Verhältnis, das auch gemeinsame Zärtlichkeit und Sex zulässt.

Ist als Konzept relativ neu, und wie mir scheint auch relativ kompliziert. Es soll sich einerseits nichts ändern an der bewährten Freundschaft zwischen zwei Menschen, aber andererseits sollen zusätzliche Möglichkeiten dazu kommen. Ohne dass die alte Beziehung Schaden nimmt oder auch nur verändert wird. Wenn also mal einer der beiden Plus-Freunde Abstand will, braucht er sich nicht zu erklären, zu lügen, oder zu fliehen. Sie oder er muss nur sagen: Sorry, ich hab heute was anderes vor. Oder keine Lust. Und der andere akzeptiert das mal so, ohne die Antwort zu hinterfragen oder eine Partnerschaftskrise daraus zu konstruieren, auch nicht wenn die Abfuhr zwei- oder dreimal vorkommt. Weil eine klassische Partnerschaft, also gemeinsame Verantwortung für das Miteinander, die gibt es nicht.

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Hört sich für mich modern und total toll an. Aber die Fallstricke lassen sich erahnen. Mir scheint, sowas kann nur funktionieren, wenn keiner der Kandidaten in den anderen verliebt ist, oder Gefahr läuft, sich womöglich zu verlieben. Denn sonst drohen sofort Anspruchsdenken und letztlich Eifersucht, das sehe ich ein.

Also bräuchte es Regeln. Vereinbarungen, über die sich keiner von beiden hinwegsetzen dürfte. Sonst platzt die Beziehung eher früher als später.

  • Keine Partnerschaftsrituale. Also keine gemeinsame Wohnung, keine Wäschedepots in den gegenseitigen Appartements, keine Regelmäßigkeiten wie Gute-Nacht-WhatsApps, festgelegte Bumsabende oder Partnerautomatismen: Wenn ich eingeladen bin, dann ist er eben nicht automatisch dabei. Und wenn ich kuscheln will, melde ich mich und warte nicht auf seine Initiative.
  • Kein öffentliches Bekenntnis zum anderen. Die Frage Außenstehender, ob Frau denn nun mit ihm zusammen sei, ist unbedingt mit nein zu beantworten. (Vögelt ihr miteinander? Dazu könnte man zwar durchaus ja sagen, je nach Vertrauensverhältnis zum Frager. Ein Gebot zur Geheimhaltung braucht es meiner Meinung nach nicht. Aber Missverständnisse sind dann vorprogrammiert.)
  • Eine Reißleinen-Vereinbarung. Wenn einer von beiden merkt, dass ihr – oder dem anderen die Beziehungsbedingungen zu entgleiten drohen, muss man einen radikalen Schnitt machen können, ohne von dem Freund zur Rechtfertigung gedrängt zu werden.

Jedenfalls sollten sich beide bewusst sein, dass mit einem Ende der Freundschaft Plus auch das Ende der früheren normalen Freundschaft einher gehen kann. Wahrscheinlich sogar zwangsläufig wird, oder?

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Ich weiß, mein Blog hat keine besonders große Reichweite. Aber vielleicht hat doch der eine oder andere eine Meinung oder Erfahrungen zum Thema. Würde mich freuen.

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35 Gedanken zu “Freundschaft Plus

  1. Ich weiß nicht, aber ein bisschen etwas Inzestuöses hat der Gedanke für mich schon. Fühlt sich beinahe so an, als würde man(n) mit der eigenen Schwester schlafen. Nun mag man oder frau das ja durchaus als zusätzliche Stimulanz empfinden, etwa gemäß diesem Klaus-Lage-Hit über die tausendundeine Nacht, in der es Zoom macht.

    Aber ich befürchte, dieser zusätzliche Rausch ist bei jeder und jedem irgendwann vorüber, und dann bleibt nur diese Beziehung, die keine sein soll. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass sich nicht einer von beiden Plus-Freunden irgendwann mehr – also ein partnerschaftliches Bekenntnis zueinander – wünscht. Ich weiß nicht, wie lang das dauern kann, aber irgendwann wird es passieren; Menschen sind so gestrickt. Und dann liegt die ehemalige Freundschaft in Scherben. (Im besten Fall wünschen sich irgendwann zum gleichen Zeitpunkt beide Plus-Freunde mehr. Das wäre dann eben Glück.)

    Nein, ich glaube nicht, dass dieses Konzept „Freundschaft Plus“ länger als über ein paar Monate hinweg funktionieren kann. Alle meine Erfahrungen mit Frauen und Freundinnen sprechen dagegen. (Aber vielleicht kenne ich auch nur die falschen Frauen?)

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  2. Mh. Also, was mir nicht einleuchten will, ist der anscheinend zwangsläufige Zusammenhang Sex –> Partnerschaft. Aus einvernehmlichem Geschlechtsverkehr leitet sich kein Anspruch auf geteiltes Leben ab. (Das ist mal anders gewesen, als man jedes Mal ein Kind riskierte; aber die Zeiten sind ja vorbei.)
    Und ob etwas zu zweit geht oder nicht, egal ob Partnerschaft oder Freundschaft oder irgendwas dazwischen, hängt wohl in erster Linie davon ab, ob beide dasselbe (nicht) wollen, oder? Solange es kein Ungleichgewicht gibt, ist doch alles möglich. (Wobei der Erhalt der Balance, das gebe ich zu, sicher ein Kapitel für sich ist.)

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    1. „Solange es kein Ungleichgewicht gibt, ist doch alles möglich.“ – Einhundertprozentig d’accord. Aber nach meiner Erkenntnis ist der „Erhalt der Balance“ zur Verhinderung von Ungleichgewicht ein anscheinend unmöglicher Anspruch. Hat bei mir in der Vergangenheit nicht funktioniert, und funktioniert bei Freunden gerade ebensowenig. Ich glaube nicht an das Konzept Freundschaft Plus.

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      1. Ich glaube, man müßte erst mal ordentlich auseinanderdefinieren, was denn nun Partnerschaft und was Freundschaft ist (in unserem Kulturkreis; in Amerika z.B. ist das schon wieder alles ganz anders). Ich habe nämlich den Verdacht, so einfach ist das gar nicht; man muß sich schon mit gesellschaftlichen Normen behelfen.
        Vielleicht so: eine Partnerschaft ist eine (freundschaftliche) Beziehung, die mit einem Versprechen, einem Bekenntnis verbunden ist. Eine Art Vertrag: in guten wie in schlechten Zeiten. So ein formales Versprechen gibt es in einer Freundschaft nicht.

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      2. Ja nu. Jetzt hab ich hier genau die Diskussion (zwischen Lakritze und Wortmischer), die sich auch in meinem Kopf abspielt: Was ist das eigentlich, Partnerschaft oder Freundschaft? Welche Bekenntnisse gibt es? Welche Versprechen? In guten wie in schlechten Zeiten?
        Viel schlauer bin ich bislang nicht geworden, denn wenn ich es recht verstehe, ist Lakritze eher pro Freundschaft Plus, der Wortmischer dagegen. Das Dilemma wird mir nicht leichter. Aber wahrscheinlich erwarte ich auch zu viel von so einer vagen Situationsangabe :-(

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  3. Heißt, jetzt wird’s spannend. Wenn die Freundschaft kein formales Versprechen ist, das gebrochen werden kann, was geht denn dann kaputt im Falle von Plus? Im übrigen denke ich schon, daß Menschen das können, das Gleichgewicht erhalten. Nur gibt das keine guten Geschichten. Man hört immer nur die Dramen …

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    1. Wenn ich den Wortmischer richtig begreife, dann entsteht das Problem dadurch, dass durch das Plus eben doch ein partnerschaftlicher Anspruch durch ein vermeintliches Versprechen erhoben werden könnte.
      Und je länger ich darüber nachdenke, ist das auch meine Befürchtung. Die Frage ist halt, ob du recht hast mit der Annahme, dass zwei Menschen auch über längere Zeit hinweg dieses nötige Gleichgewicht erhalten können. Das wird natürlich sehr vom Einzelfall abhängen, von den beiden Personen, um die es konkret geht.

      Ein wenig Zutrauen gibt mir dein vollkommen richtiger Hinweis auf die „guten Geschichten“, die nur Dramen hergeben. Vielleicht gibt es ja tatsächlich eine ganze Menge Beispiele für erfolgreiche Freundschaften Plus, über die nur nicht geredet wird, weil sie eben gut, also in aller Stille verlaufen.

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  4. Moin, vielleicht müsste man erst mal klären, was den der /diejenige unter Freundschaft bzw. Partnerschaft versteht, erwartet. Häufig werden ja nur die Erwartungen des anderen enttäuscht, die, die andere Person so nicht aufm Schirm hatte.
    Wenn man dann den gemeinsamen Sex auf die reine Triebabfuhr reduziert,definiert und zwar beiderseitig!!! ist dies so selbstverständlich als würde man dem anderen den Rücken kratzen, wenn es juckt. Eine emotionale Verbindung macht es vielleicht schöner aber auch gefährlicher.
    Gegenseitige Ehrlichkeit ist hier die wichtigste Voraussetzung.

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  5. Ich glaube unbedingt an Freundschaft plus und habe das auch schon mehrfach erlebt.
    Klappt halt immer nur begrenzte Zeit, bis es zur Schieflage kommt und es knallt.
    Aber so ist das ja bei den meisten Liebesbeziehungen auch- irgendwann sind sie vorbei.
    Mit ein bisschen Glück springt man so rechtzeitig ab, dass, nach einer kurzen Pause, wieder Freundschaft ohne möglich ist.
    Am besten man nimmt von Anfang an eine dritte Person mit ins Boot, dann verteilen sich die Erwartungen und es wird noch spannender.

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    1. Ach, wie schön! Da meldet sich auch mal eine zu Wort, die selbst Erfahrung gesammelt hat. Demnach erhärtet sich der Verdacht, dass Freundschaft Plus nicht auf Dauer angelegt ist, eben wegen der schon mehrfach befürchteten Schieflage der Erwartungshaltungen.
      Interessant und sogar tröstlich finde ich deinen Hinweis auf mögliche Rückkehr ins frühere Beziehungsleben auf freundschaftlicher Ebene ohne die zusätzliche Komponente. Hätt ich nicht gedacht, dass das klappen kann.

      Nicht verstanden hab ich den letzten Satz. Was hat es mit der dritten Person im Boot auf sich, die die Sache noch spannender macht? Ist das ein Plädoyer für Flotte Dreier? Oder was muss ich mir darunter vorstellen?

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      1. Hört sich zwar spannend an, aber dazu müsste ja entweder er oder ich eine Ader fürs gleiche Geschlecht haben. Ich fürchte, damit können wir beide nicht dienen. Wir sind sowas von langweilig hetero ;-)

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      2. Allerdings, das kannst laut sagen. Mein Herzschlag pendelt neuerdings irgendwo zwischen Zahnarzt-Wartezimmer-Frequenz, Lottozahlenziehung bei fünf Richtigen und Sekunden vor der sechsten Kugel, oder Nichts-gelernt-und-vergessen-dass-heute-Abitprüfung-stattfindet.

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    2. Ganz genau, dieser Aussage von Tikerscherk schließe ich mich unbedingt an. Freundschaft Plus funktioniert im Prinzip genau so wie jede andere Liebesbeziehung: Solange die gemeinsamen Regeln eingehalten werden, ohne dass sich einer der beiden eingeengt oder (umgekehrt) vernachlässigt fühlt, kann frau schon auch mit einem guten Freund vögeln.
      Irgendwann wird aber einer von beiden genug davon haben, oder aber eben NICHT genug bekommen. Dann wird es knallen. Was dann aus der (ehemaligen) Freundschaft wird, wirst Du schon sehen.

      Probier es aus, Annette. An zuviel Erfahrung ist noch niemand verzweifelt. Viel eher grämt man sich später, wenn man etwas nicht zur rechten Zeit ausprobiert hat.

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  6. Vielleicht fragst Du Dich einfach mal, was Dir Dein „Objekt“ wirklich bedeutet, wieviel Dir diese „Freundschaft“ wirklich wert ist, wie sehr es Dir auch um ihn geht und wie sehr nur um Deine eigene Bedürfnisbefriedigung…? Was bist Du bereit, von Dir zu geben, und wovor hast Du Angst?
    Das Tessin ist sicher ein guter Ort für solche Momente der Selbstreflexion ;-)

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    1. Danke für die Tipps, Beat(e). Über diese und ähnliche Fragen sinniere ich, beziehungsweise sinnieren wir seit Wochen. Denn wir gehen ganz offen miteinander um und denken beide darüber nach, ob es wirklich eine gute Idee ist, unseren Gefühlen nachzugeben. Oder ob wir sehenden Auges in eine Katastrophe steuern. Ich wollte deshalb hier die Meinungen Unbeteiligter abfragen. Erfahrungen, Bauchgefühle, Ermunterung oder Warnungen.
      Und nicht umsonst hab ich mich ohne ihn ins Tessin zurückgezogen. So ein Schritt will wohlüberlegt sein.

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      1. Spontan würde ich sagen: entweder Ja zur einer Partnerschaft oder Ja zur Freundschaft. Alles zwischendrin führt auf Dauer zu nichts. Aber vielleicht bin ich einfach zu altmodisch.
        Ich wünsche Dir einen guten Geist der Unterscheidung
        Beat

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  7. Nach einige Monaten Freundschaft Plus denke ich, das ist weder Fisch noch Fleisch. Nach 20 Jahren ist ein Ex (der heute so wie damals fest gebunden ist) wieder aufgetauscht. Seinerzeit hatten wir eine Arbeits- und Liebesbeziehung, sahen uns auch privat fast täglich. Mit meinerseits jede Menge Kummer und Schmerz, da ich ich damals mehr wollte.
    Nun, beim neuerlichen Treffen fanden wir zu den tiefsinnigen Gesprächen auch recht rasch den Anschluss an unser damaliges intensives Sexleben. Es ist eine alte Vertrautheit und Zärtlichkeit da, aber ebenso eine Unverbindlichkeit. Beide hatten wir lange keinen Sex und kommen so nun auf unsere Kosten, ohne dass wir uns auf jemanden neuen einstellen müssen. Telefonate und mails erfolgen nach Lust und Laune mal öfter, mal seltener. Keiner stellt Forderungen an den anderen, was Zeit und Häufigkeit der Kontakte betrifft. Kein Herzschmerz, aber auch keine Schmetterlinge im Bauch, keine Verliebtheit. Was alles sehr entspannt macht, aber auch sehr verkopft ist und sich vermutlich auch irgendwann totlaufen wird. Mit nur freundschaftlichen Gefühlen fehlen auch jede Verbindlichkeit und Zusammengehörigkeitsgefühl – bequem aber ich empfinde es oberflächlicher als reine Freundschaft allein.
    Lena

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    1. Also eher so: Das funktioniert nicht, und wenn man ehrlich darüber nachdenkt, dann kann man das auch vorher schon wissen.
      Na gut. Interessanter Weise häufen sich hier jetzt doch die negativen Kommentare und pusten nochmal einen Haufen Unsicherheiten ins herbstliche Tessin. Aber trotzdem gut. Ich hätte gar nicht mit so vielen ernsthaften Stellungnahmen gerechnet, ehrlich.

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  8. Hallo Annette, Du Adrette,

    ich mag Deine Eloquenz und Deinen Blog sehr gerne, weil er mir sehr sympathisch ist. Und Du mir auch.

    Was ich zu dem Thema „Freundschaft Plus“ nach langer Überlegung und Selbsterfahrung zu sagen habe ist, dass man der berühmten „einen Tod“ sterben muss. Sex ist eine intime Geschichte zwischen zwei Menschen. Das auf eine Freundschaft zu verlagern, ist komplett verständlich. Jeder weiß, woran er ist, es gibt keine Kollateralschäden. Man trifft sich zum…ja…zu was eigentlich? Zum Geschlechtsverkehr mit einem Geschlechtsverkehrpartner, dem man am nächsten Tag noch in die Augen schauen kann.

    Bist Du bereit dafür, dass Dir ein Mann, mit dem Du gerade intim warst, im nächsten Atemzug von der süßen Kleinen Maus erzählt, die er aktuell toll findet? Oder dass er Dir im Bett von seiner Ex erzählt, die ihm noch nachhängt und die er immer noch toll findet, obwohl Du sie schon längst als dumme Kuh abgetan hast.

    Männer sind übrigens viel romantischer als Frauen. Ich kenne ausschließlich Männer, die sich verlieben wollen. AUS-SCHLIEß-LICH. Vor allem meine besten Freunde. Vor allem die mit benefits.

    Beste Grüße,

    Frau Doktor

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    1. „Bist du bereit dafür, …“ Diese Aussichten hören sich nicht so toll an. Aber muss der friend with benefits nicht schon arg unsensibel sein, mir von seiner Ex oder der Zukünftigen vorzuschwärmen? Das macht man doch nicht. Ich sag doch auch keinem Freund, dass der letzte Kinobesuch mit ihm längst nicht so toll war wie der mit seinem Freund Michi in der Woche zuvor.

      Aber wenn du recht hast mit dem Hinweis auf die romatischen Männer, die sich unbedingt verlieben wollen, dann ist sowieso alles Makulatur, weil von kurzer Dauer.

      (Also noch eine, die mir eher abrät. Hm.)

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      1. Ich glaube ja, Du weißt schon längst, was Du willst. Und vielleicht geht es auch weniger darum, Dir ab- oder zuzuraten. Irgendwie habe ich eher das Gefühl, dass Du wissen willst, ob Sex die Freundschaft zerstört. Das glaube ich nicht, weil die Freundschaft ja schon besteht. Der Sex – beziehungsweise die „andere“ Intimität kommt oben drauf.
        Die ist aber nicht ohne. Wenn es nur darum geht, dass „es juckt“, würde ich eine Freundschaft+ nicht empfehlen. Dann würde ich lieber einen anderen, unkomplizierteren Weg empfehlen. Wenn Du aber lieber mit einem Menschen, den Du schon magst – aus Gründen, die nichts mit der klassischen Verliebtheit zu tun haben – intim werden willst (oder das erwägst) , dann kann man sich schon mal ins Tessin zurückziehen, um sich zu fragen, ob das Sinn macht. Eine Frage, die Dir leider niemand beantworten kann. Es muss ja in erster Linie für Dich Sinn machen.

        Was „Michi“ angeht ist es ein vollkommen vorstellbares Szenario und hat wenig mit Insensibilität zu tun. So was muss eine Freundschaft+ aushalten können. Es geht ja auch nicht darum, dass der Kinobesuch mit Michi besser war. Man hat eben nur keinen Anspruch auf Exklusivität. Man ist halt immer noch Single, hat aber trotzdem ein erfülltes Liebesleben, mit einem Menschen, den man ohnehin sehr gern mag, ohne Verpflichtungen und Besitzansprüche. Besser geht es eigentlich nicht!

        Nur gibt es kein Licht ohne Schatten (ich werfe freiwillig 5 Öro ins Phrasenschwein).

        Mein Rat ist: Mach es einfach. Denk nicht mehr lange nach. Es kommt eh, wie es kommt. (Hö-hö). Absichern kann man sich ohnehin nicht. Ich wünsche Dir von Herzen großartigen Sex, ohne den peinlichen Moment danach. Ihr macht das schon.

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  9. Mh, ich möchte doch noch mal für die Freundschaft+ in die Bresche springen. Ich glaube ernsthaft, daß es eine Frage der Absprachen ist und, in diesem Fall mehr als sonst, im ehrlichen Austausch über Erwartungen. Wenn beide dieselben haben, wieso nicht? Muß man aber auch zugeben können, wenn sich Erwartungen ändern – und zwar bevor etwas kaputtgegangen ist. Ich glaube daran, daß Reden hilft. (Auch wenn man nicht mit allen gleich gut reden kann … aber dafür ist man ja immerhin befreundet, nicht?)

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  10. Moin,
    was mir noch so zum Thema einfällt, kann es sein das trotz allem in uns eine tiefe Sehnsucht nach einem (exklusiven) Partner vergraben ist?
    Um mal den Herbert zu zitieren“ Besoffen von Dir“ vs. „halb besoffen ist weggeworfenes Geld“
    Am Ende der Reise wirst du auf jeden Fall schlauer bzw. eine Erfahrung reicher sein.
    Diese Lehre kannst du nur jetzt ziehen, in der Holzkiste ist es zu spät.
    Viel Glück

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  11. Hm… Wie hast du dich entschieden? Hier ist es so still, dass ich davon ausgehe, du bist a) im Tessin geblieben, weil du dich überraschend verliebt hast oder b) du kommst nicht mehr zum bloggen, weil du die benefits genießt.

    Gefällt 2 Personen

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